Monate voller Leben

Nach den kalten Monaten mit eher wenig gefiederten Gästen ist nun die Brutzeit bei den Vögeln im vollen Gange.

Viele Küken sind bereits schon geschlüpft und am Andelhof kann man neben Säbelschnäblerküken und Kiebitzjungen auch Uferschnepfenküken beobachten – darüber freuen wir uns besonders, da die Uferschnepfen sehr bedroht sind.

Eine Studentin aus Hamburg schreibt für ihre Bachelorarbeit über den Bruterfolg der Uferschnepfen und hatte dazu in der Marsch auf Föhr und beim Andelhof kleine Kameras auf die Flächen gestellt.

Besonders auffällig ist, dass am Andelhof durch das Bekämpfen der Ratten viel mehr kleine Uferschnepfen groß werden können, denn in der Marsch sind ansonsten alle Nester von den Ratten geplündert worden sind.

Allerdings prädiert wohl leider das Hermelin und auch Möwen das ein oder andere Nest…

Aus dem Panoramafenster des Andelhofs kann man nicht nur Säbelschnäbler-, Kiebitz- und Uferschnepfenküken sehen, sondern unter anderem auch Stockenten-, Löffelenten- und Tafelentenküken.

Auch Löffler sind häufig am Andelhof zu sehen, diese brüten jedoch im Vorland hinter dem Deich, doch auch dort können wir mithilfe der Kameratechnik hinschauen!

Wir haben auch eine neue Kamera bekommen, die bereits schon auf dem Dach des Andelhofs befestigt wurde, die übrigens auch auf unserer Homepage für jeden sichtbar ist.

Die Kamera kann man 360 Grad in alle Richtungen einstellen und durch den extremen Zoom kann man auch ganz einfach ins Vorland schauen, ohne die Vögel zu stören.

Wir haben aber weiterhin die beiden Kameras auf der Andelhoffläche und im Vorland, sowie die Kamera im Storchenpark stehen, die alle auf elmeere.de zu sehen sind.

Apropos Storchenpark, auch hier sind Küken geschlüpft, die man mit bloßem Auge in den Nestern sehen kann, aber mit der Storchenkamera kann man auch direkt in die Nester schauen – der Blick dorthin lohnt sich!

Zwei Storchenküken mussten allerdings aus den Nestern geholt werden, da die Elterntiere die Verhaltensstörung haben, die schwarzen Federn herauszureißen, die nach einiger Zeit bei den Küken wachsen. Dabei picken sie ihre Küken zu Tode. Unsere fleißigen Beobachter der Storchenkameras geben uns jedes Jahr Bescheid, wenn die Elterntiere anfangen ihre Küken zu picken, dann holen wir die Küken aus den Nestern und retten sie somit. Die Verhaltensstörung tritt jährlich nur bei diesem einen Storchenpaar auf, dies tun sie jedoch nicht „böswillig“, sie wissen es einfach nur nicht besser.

Die Küken kann man übrigens auch im Storchenpark hinten bei der kleinen Hütte sehen, wo auch unser sprechendes Relief ist. Wenn die Küken groß genug sind, kommen sie wieder zu den anderen Störchen in den großen Storchenpark.

Im Park an der Mühle gibt es übrigens auch Nachwuchs!

Die kommenden Monate sind auf jeden Fall einen Besuch auf der schönen Insel Föhr wert mit viel neuem Leben, dass man ganz nah mit Elmeere e.V. miterleben kann, wir freuen uns über Ihren Besuch!

Lara Krüger

Freiwilliges ökologisches Jahr

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